Wie in der therapeutischen Arbeit mit Erwachsenen stellt die Gruppentherapie auch in der Arbeit mit Jugendlichen eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zur Einzeltherapie dar. Nahezu alle behandlungsbedürftigen Störungen in der Adoleszenz gehen einher mit Interaktions- und Beziehungsproblemen zu Eltern, Lehrern, Vorgesetzten, oder zu gleich- und gegengeschlechtlichen Peers.
In Abgrenzung zu verhaltenstherapeutischen Gruppentrainingsverfahren, in denen in erster Linie allgemeine oder spezifische Fertigkeiten trainiert werden, sollen in der vorgestellten Form der integrativen Gruppentherapie jeweils das Anliegen eines einzelnen Klienten in und mit der Gruppe erarbeitet werden. Ausgehend von einem aktuellen Problem eines Gruppenteilnehmers in der Gegenwart wird zunächst
versucht Zusammenhänge und Hintergründe dieser Problemsituation zu erfragen und zu erarbeiten.
Hierbei finden Techniken aus der systemischen Therapie und aus der Gestalttherapie ihre Anwendung. Nach einem erreichten Verständnis für die Problemsituation folgt die Ziel- und Lösungsorientierung in und zusammen mit der Gruppe, die wiederum von Seiten des Therapeuten mit verhaltens- und hypnotherapeutischen Ansätzen unterstützt wird. Der Ablauf einer Gruppendoppelstunde folgt einem gleich bleibenden Schema.
